Geschwister-Scholl-Str. 54, Potsdam,
Das neobarocke Domizil mit besonderem Flair:
ca. 5.510 m² großes Grundstück ca. 1.030 m² Nutzfläche
Lage Die Villa befindet sich innerhalb des Stadtgebiets der Landeshauptstadt Potsdam und ist direkt vis-á-vis dem Rosengarten des Schlosses Charlottenhof gelegen. Vom Eingangsportal und vom Belvedere des Seitenflügels blickt man direkt in den Schlosspark. Ein Zugang zu den Parkanlagen befindet sich in ca. 100 m Entfernung.
Die gebietstypische Bebauung besteht hier aus zwei- bis viergeschossigen Stadtvillen und herrschaftlichen Bürgerhäusern in überwiegend offener Bauweise. Die meisten der repräsentativen Gebäude sind in dieser ruhigen Straße bereits saniert. Mit der unmittelbaren Nähe zum Park und der guten Verkehrsanbindung ist die Lage innerhalb des Stadtgebiets als exzellent zu bezeichnen.
Zur Geschichte
Der Regierungsbaumeister Ludwig Otte und der Architekt Otto Wipperling haben um 1904 diese großbürgerliche Villa im neobarocken Stil erbaut. Auf dem Grundstück stand bis 1903 ein von Persius um das Jahr 1840 errichtetes Hofgärtnerhaus. Im Zuge der Entwicklung des deutschen Städtebaus entstand hier auf quadratischem Grundriss mit Seitenflügel eine der architektonisch bedeutendsten Villen dieser Epoche.
In einem Artikel der "Deutschen Bauzeitung" von 1905, No. 60, wird die Großzügigkeit der Bauweise und die prachtvolle Ausstattung des Hauses im Detail beschrieben, und der Autor schließt seinen Text mit folgenden Worten ab:
"Eine Freude ist es für den Architekten, in der Umgebung alt angelegter Gärten bauen zu dürfen. Von dem Park vor dem Neuen Palais aus erscheint über die Straße hinweg das Haus in kulissenartiger Einrahmung durch schöne alte Baumgruppen, mit diesen und den weiten Rasenflächen zu einem harmonischen Ganzen sich zusammenfügend."
Grundstück und Gebäude
Das 5510 m² große parkähnliche Grundstück öffnet sich von der Strasse aus betrachtet nach Süden und ist mit einem zweigeschossigen Wohngebäude mit Souterrain und Seitenflügel bebaut. Die Nutzfläche beträgt ca. 1260 m². Im Garten befindet sich weiterhin ein ca. 250 m² großes Nebengebäude, welches ursprünglich als Kutscherremise diente.
Der fast würfelförmige Baukörper des Haupthauses wird jeweils in der Mittelachse der Strassen- und Gartenfassade über Terrassen mit vorgelagerten Freitreppen erschlossen. Das Zentrum des Hauses bildet eine Oberlichthalle, um welche sich im Erdgeschoss und im 1. Obergeschoss die lichtdurchfluteten Räume gruppieren.
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